Die Welt ein wenig ändern – neues von den Fellows
Ein Beitrag aus dem Startinghouse-Archiv

Die Welt ein wenig ändern – neues von den Fellows

02 Mai 2015

„Es ist so unfassbar geil, […] die Welt ein bißchen zu ändern.“ (Uwe Lübbermann)

Auf dem Campus der DO School in Hamburg wird derzeit intensiv an einer neuen, innovativen und nachhaltigen Verpackung für Schuhe gearbeitet. Diese von H&M Deutschland gestellte Packaging Challenge gehört zum praktischen Teil des DO School Programms, das die Fellows, die aus den verschiedensten Kulturkreisen kommen, gemeinsam lösen. Darüber hinaus werden die Fellows auch dabei unterstützt im Rahmen des Programms einen individuellen Businessplan zu erstellen, um in ihren Heimatländern ein eigenes Sozialunternehmen zu gründen. In diesem Zusammenhang treffen die Teilnehmer auch auf Experten der unterschiedlichsten Fachrichtungen.

Fellows Tag 1Vergangenen Montag stellte Uwe Lübbermann, Gründer von Premium Cola, den Fellows und H&M Mitarbeitern sein idealistisches Wirtschaftsmodell vor. Das Unternehmen, welches Lübbermann aus Protest gründete, weil seine damalige Getränkelieblingsmarke eine Rezeptänderung vornahm und er als Kunde sich von dieser Entscheidung ausgeschlossen fühlte, wird nach dem Prinzip der Konsensdemokratie gelenkt. Das bedeutet, dass alle Beteiligten, die mit dem Produkt zu tun haben, mitentscheiden. Dies schließt auch Lieferanten, Zwischenhändler und Kunden mit ein. Diskutiert wird dabei so lange bis jeder Einzelne zufrieden ist. Das führt, so Lübbermann, zu gemeinsamen und vor allem stabilen Entscheidungen. Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter entscheiden sich bewusst für das Produkt.

Im Anschluss an den Vortrag fand ein Workshop statt. Aufgabe der Fellows war es nun, in Gruppen eine Problemstellung nach dem Prinzip der Konsensdemokratie zu lösen. Da es in der Konsensdemokratie nicht um eine einfache Mehrheitsentscheidung geht, sondern jeder Standpunkt einbezogen wird, war der Austausch in den Workshopgruppen angeregt. Es war interessant zu beobachten, welche unterschiedliche Perspektiven die Fellows heranzogen, wie schnell sie sich dennoch in einzelnen Punkten einig wurden und in welchen Punkten der Diskussionsbedarf besonders hoch war. Am Ende stand der Konsens und damit eine Lösung der Workshopaufgabe, mit der jeder Fellow zufrieden war.

Anne

Teilen