Youth Has No Age – Matthias

Youth Has No Age – Matthias

Erfahrungen aus über 35 Jahren H&M in Deutschland

Mittlerweile arbeite ich 29 Jahre im Betrieb und kann sagen, dass H&M für mich so etwas wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Gerne bedienen wir uns in Meetings hin und wieder anschaulicher Seefahrt-Metaphern. Zum Beispiel, wenn wir wieder einmal alle „im selben Boot sitzen“ oder lieber wie „wendige Speed-Boote und nicht wie ein schwerfälliger Dampfer“ agieren möchten. Was in unseren Meetings nur eine Metapher bleibt, war für Matze Paulsen vor seinem Start bei H&M Alltag. Denn in den 80er Jahren ist Matze selbst zur See gefahren. Und weil sein beruflicher Werdegang damit alles andere als klassisch ist, erzählt er seine Geschichte am besten selbst

„Viele raue und schwere Stürme habe ich auf See erlebt und auch der Ton an Bord war nicht immer sehr nett. Als die Europäische Gemeinschaft entstand und somit der zollfreie Einkauf, die so genannte Butterfahrt auf See wegfiel, wurden dadurch an der deutschen Ostseeküste einige Tausende arbeitslos, wie auch ich. Damals stellte ich mir die Frage: Was machst du jetzt, Matze? Ich schloss eine Lehre als Fachkraft für Lagerwirtschaft ab und zog nach Hamburg. Dort habe ich zu dieser Zeit für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Mein erster Einsatz war gleich bei H&M. Nachdem einige Wochen vergangen waren, wurde ich gefragt, ob ich nicht bei H&M bleiben möchte. Da zögerte ich nicht lange und stimmte zu. Diese Entscheidung bereue ich bis zum heutigen Tage nicht. Ich wurde sehr herzlich und freundlich im Team aufgenommen. Ich war den harten und rauen Ton von vorher gewohnt und es war für mich sehr ungewöhnlich, das warme und freundliche Verhalten mir gegenüber zu erfahren. Auch dass ich jeden mit „du“ ansprechen konnte, sogar den Chef, war für mich eine echte Umstellung. Die Seefahrt hat mich allerdings doch sehr geprägt. Teilweise erwische ich mich noch heute, wie ich in mein altes Arbeitsverhalten zurückfalle. Das versuche ich dann schnell wieder abzulegen. Im Vergleich zu früher ist mir aufgefallen, dass dieses „du“ zwar immer noch geblieben ist, der Zusammenhalt im Team jedoch manchmal etwas eingeschränkter ist. Sicherlich hängt das auch mit der enormen Expansion und der heutigen Zeit zusammen. Damals gab es noch keine PCs, Smartphones und sozialen Netzwerke. Man unternahm viel mehr mit dem Team. Damals hieß unser soziales Netzwerk „draußen“. Heute arbeitet man mit den Kollegen zusammen und die Kommunikation beschränkt sich an einigen Tagen auf „Moin Moin“ und „Einen schönen Feierabend“. Trotzdem bringt mir das Arbeiten bei H&M bis zum heutigen Tage immer noch Spaß. Mittlerweile arbeite ich 29 Jahre im Betrieb und kann sagen, dass H&M für mich so etwas wie ein zweites Zuhause geworden ist“

Miriam

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