Youth Has No Age – Uli

Youth Has No Age – Uli

13 Feb 2018

Damals im Expansionsteam sagte man mir, dass sich meine positive Ausstrahlung und mein Spaß bei der Arbeit auf das Team übertragen. Ich konnte also mit meiner Art Menschen glücklich machen und das freute mich sehr.

Wie bist du zu H&M gekommen?

Bei H&M habe ich zur Weihnachtszeit im Jahr 1993 als Dekorateurin angefangen. Den Beruf des Visual Merchandisers, den wir heute kennen, gab es damals so noch nicht. Die Dekorateure kümmerten sich ausschließlich um die Torsos und Schaufenster und die Matcher kümmerten sich um die Warenpräsenation auf der Fläche. Es war für mich die schönste Zeit bei H&M. Der Zusammenhalt war außerordentlich toll, wir haben viel improvisiert und die Dinge einfach selbst gemacht. Beim Streichen wurden wir ebenso Profis wie beim Basteln der Deko. Wir haben wahnsinnig viel zusammen gelacht und nach der Arbeit auch mal zusammen ein Bierchen getrunken. Später ging ich in die Expansion. Da war ich viel auf Reisen und lernte viele neue Leute kennen – auch meinen Ehemann. Neun Monate nach der Geburt meines Sohnes fing ich wieder an zu arbeiten, dieses Mal im Verkauf. Glücklicherweise kann man bei H&M flexibel auf die jeweilige Situation reagieren. Mein Visual-Herz hörte aber nie auf zu schlagen und so begann ich zwei Tage in der Woche wieder als Visual zu arbeiten. Die Zeiten änderten sich natürlich und ich arbeitete immer mehr, derzeit circa 30 Stunden pro Woche. Wenn man mich heute fragt, für welche Themen mein Herz schlägt, ist meine Antwort: Elderly Work, Great Place to Work, Teambuilding, individuelle Arbeitszeiten und ein gesundes Miteinander.

Was war die schönste Erfahrung, die du bei H&M gemacht hast?

Das schönste Erlebnis ist natürlich, dass ich in der Expansion auf einer Baustelle in Berlin meinen Ehemann kennengelernt habe. Er war damals Handwerker und unterstützte den Aufbau der Filiale. Als wir uns in Augsburg auf einer Baustelle wiedersahen, tranken wir abends in einer finnischen Kneipe einen Schnaps und sind seitdem unzertrennlich. Ich habe zudem mal ein tolles Feedback bekommen, das mir bis heute nicht aus dem Kopf geht. Damals im Expansionsteam sagte man mir, dass sich meine positive Ausstrahlung und mein Spaß bei der Arbeit auf das Team übertragen. Ich konnte also mit meiner Art Menschen glücklich machen und das freute mich sehr.

Wie hast du dich charakterlich bei H&M entwickelt?

Egal ob ich positive oder negative Erfahrungen gemacht habe, ich wuchs immer mit meinen Aufgaben. Es ist ein großer Vorteil im Alter mit so vielen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Vor allem die vielen jungen Menschen halten mich jung. Dafür bin ich sehr dankbar.

Was wünschst du dir für die Zukunft mit H&M?

Ich habe das Gefühl, dass H&M immer mehr zurück zu den Ursprüngen möchte. Man fragt sich also viel mehr „Was war gut?“ und „Was möchten wir wieder aufgreifen?“. Außerdem möchte ich mit H&M körperlich und psychisch gesund alt werden. Auch junge Kollegen möchte ich mit meiner Erfahrung unterstützen und ihnen helfen.

Was war die größte Herausforderung für dich?

Eigentlich war es die Bewerbung an sich. In der Stellenausschreibung war damals eine gelernte Schauwerbegestalterin gesucht. Damals war ich aber schon 30 Jahre alt und war mir gar nicht sicher, ob ich für diese Stelle geeignet bin. Die Aufgabe in dem Bewerbungsgespräch war, ein Outfit zusammenzustellen und einen Torso ohne Arme und Beine zu stylen. So etwas hatte ich vorher noch nie gemacht und ich wusste eigentlich auch gar nicht, wie ich die Sache angehen sollte. Ich denke, es war auch nicht die beste Leistung, die ich hätte erbringen können, allerdings überzeugte ich dann glücklicherweise im weiteren Gespräch. Auch der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Babypause war eine große Herausforderung. Der Spagat zwischen Job und Muttersein ist sogar bis heute ein Thema für mich.

Miriam

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