Youth Has No Age – Gabi

Youth Has No Age – Gabi

Erfahrungen aus über 35 Jahren H&M in Deutschland

Ich liebe es, dass ich sehr viel Kontakt zu meinem gesamten Team habe.

Erzähl uns doch kurz, wie du zu H&M gekommen bist.

Ich habe mich 1992 auf eine Zeitungsannonce bei H&M beworben. Ich war 34 Jahre alt, als ich in der Herrenabteilung angefangen habe. Eigentlich habe ich mich damals schon alt gefühlt, weil alle um mich herum erst Anfang 20 waren. Ich bekam schließlich das Angebot, Store Controller zu werden, und diese Stelle hatte ich dann bis 1997 inne. Aus privaten Gründen habe ich dann den Store gewechselt. Nach und nach haben in der Dresdener Innenstadt drei weitere H&M-Filialen eröffnet, die ich alle bei der Neueröffnung unterstützt habe. Mittlerweile arbeite ich im Storein Dresden als Store Controller. Ich arbeite supergerne mit Zahlen und mir macht der Job unheimlich viel Spaß. Ich habe ganz viele Neueröffnungen als Support miterlebt, war also sehr viel unterwegs. Damals wurde ich gefragt, ob ich gerne Revision machen würde, was ich dann auch fast 18 Jahre lang gemacht habe. In dieser Zeit traf ich auch unseren Country Manager Thorsten Mindermann, der damals noch Store Manager war. Mir wurde die Revision allerdings irgendwann zu viel und ich habe diese Aufgabe abgegeben. Ich erinnere mich auch noch daran, dass ich bei dem Vorstellungsgespräch mit Silvia Peters, jetzige Area Managerin, dabei war.

Gibt es ein unvergessliches Erlebnis aus deiner Zeit bei H&M?

Ein unvergessliches und leider auch sehr schlimmes Erlebnis war, als der Store in Dresden komplett unter Hochwasser stand. Plötzlich hieß es, wir müssen alle den Store verlassen. Für kurze Zeit mussten wir zu Hause bleiben und konnten nicht mehr arbeiten gehen, bis wir dann auf die umliegenden Stores aufgeteilt wurden. Das komplette Untergeschoss war bis zur Decke voll mit Wasser, das Büro ebenfalls. Die gesamte Kleidung musste rausgezogen und in riesigen Containern entsorgt werden. Das war im August. Im Oktober haben wir einen Notverkauf im Erdgeschoss
gestartet, der an diesem Tag bis Mitternacht ging. Die Kunden wurden an Ersatzkassen abkassiert. Unsere Deko, der Store Manager und ich saßen in einem winzigen Raum. An diesem Abend feierte ich mein zehnjähriges Jubiläum bei H&M und ich war auch irgendwie stolz darauf. Die Filiale musste komplett neu gemacht werden. Diese Zeit war sehr hart.

Was liebst du an deinem Job?

Ich liebe es, dass ich sehr viel Kontakt zu meinem gesamten Team habe, unter anderem auch durch Feedback-Gespräche. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich ernst genommen werde. Die Aufgaben als Store Controller machen mir einfach Spaß, da ich auch ein gutes Zahlenverständnis habe. Wenn ich mal so grob hochrechne, müssten das bisher ungefähr 10.560 Stempelkarten gewesen sein, die ich gerechnet habe.

Wie hast du dich charakterlich bei H&M entwickelt?

Bevor ich bei H&M gearbeitet habe, war ich nicht so selbstbewusst. Das wurde immer besser und ich fühlte mich auch immer selbstsicherer. Durch Feedback-Gespräche, Schulungen und Meetings habe ich mich gerade in dem Bereich sehr stark weiterentwickelt.

Was hat sich am meisten für dich verändert?

H&M ist unübersehbar über die Jahre gewachsen. Als ich im Unternehmen angefangen habe, war die Liste der deutschen Filialen überschaubar. Es wurden stetig mehr Filialen eröffnet. Wir haben jetzt fünf Stores in Dresden und ich habe die drei in der Innenstadt als Store Controller mit eröffnet und die zwei in den Centern als Unterstützung.

Miriam

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