Unser Conscious Spring Talent Sara Nuru

Unser Conscious Spring Talent Sara Nuru

23 Apr 2019

Unsere Conscoius Spring Kollektion zeigt, wie schön nachhaltige Mode aussehen kann und dass ein Mehrwert für Mensch und Natur keinerlei Abstrich in Sachen Stil bedeuten muss. Die Kollektion vereint moderne und romantische Designs in zarten Weiß- und Brauntönen, wobei alle verwendeten Materialien nachhaltigen Ursprungs sind – so beispielsweise 100 Prozent Bio-Baumwolle, Tencel oder recyceltes Polyester. Die Kampagne zu Conscoius Spring dreht sich um dreizehn inspirierende und starke Frauen aus der ganzen Welt. Dazu gehört für Deutschland Model und Gründerin Sara Nuru, die sich im Rahmen ihrer eigenen Projekte sowie als Botschafterin für fairen Handel bereits seit langem im Bereich Nachhaltigkeit engagiert.

Daher freuen wir uns besonders, Conscious Spring gemeinsam mit Sara präsentieren zu dürfen und zusammen möglichst viele Kund*innen zu nachhaltigen Entscheidungen inspirieren zu können. Um mehr über das Engagement von H&M entlang der Wertschöpfungskette zu erfahren, reiste Sara Mitte März selbst nach Äthiopien, um sich im Produktionsbüro in Addis Abeba mit dem H&M Team vor Ort auszutauschen. Unter anderem sprach sie mit Vertretern der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) über die Fortschritte und Herausforderungen innerhalb der Branche. Darüber hinaus bot der Besuch eines Zuliefererbetriebes von H&M im nahegelegenen Awassa fundierte Einblicke in die Abläufe der Textilproduktion und die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den dortigen Näherinnen.

Laura: Was waren deine Beweggründe, Teil der Kampagne sein zu wollen?

Sara: Ich hatte mehrere Beweggründe. Zum einen die Tatsache, dass die Kollektion aus komplett nachhaltigen Materialien besteht – in dieser Form, in dieser Größe gab’s das noch nie. Und zum anderen die Tatsache, dass ihr einen Wandel erzielen wollt, in Richtung Nachhaltigkeit. Und ich finde, diesen Wandel muss man unterstützen. Ich hatte viele Fragen im Vorfeld. Zum einen, weil mir das Thema Nachhaltigkeit so wichtig ist und ich verstehen wollte, in welche Richtung ihr geht. Ich war so froh, dass wir im Vorfeld zusammensaßen – so wie jetzt auch – und ihr mir auch wirklich auf all‘ meine Fragen Antworten geben konntet.

Ich glaube nämlich fest daran, dass man von innen, im Unternehmen, gemeinsam etwas bewirken kann und nicht kategorisch von außen sagt: „Nee, das mache ich nicht.“ Das hat mich überzeugt.

Sara: Es handelt sich ja um eine nachhaltige Kollektion, was heißt das konkret für die Arbeiterinnen, gerade im Hinblick auf Löhne?

Laura: Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass H&M keine eigenen Fabriken hat. Das heißt, wir zahlen auch nicht direkt die Löhne der Näherinnen. Gerade deswegen ist es uns aber wichtig, dass wir uns vor Ort dafür einsetzen, die Näherinnen zu stärken, dass sie selbst ihre Löhne verhandeln können. Weil wir glauben, dass wir als Marke nicht das Lohnniveau vorgeben sollten, sondern uns dafür einsetzen müssen, dass Löhne zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern regelmäßig verhandelt werden.

Sara: Ich war ja auch in Äthiopien und habe mir eure Produktionsstätten vor Ort angucken können. Aber natürlich gibt es ganz oft wieder die Frage: Warum produziert ihr ausgerechnet in Ländern wie Bangladesch, Äthiopien und nicht in Deutschland oder in Europa?

Laura: Wir glauben es ist richtig, vor Ort zu sein. Weil wir glauben, dass wir mit unserer Größe und unserer Position im Markt einen positiven Wandel in diesen Ländern vorantreiben können – für die Industrie und für die Gesellschaften vor Ort. Und übrigens produzieren wir auch in Deutschland und Europa.

Sara: Wir sprechen die ganze Zeit von einer nachhaltigen Kollektion. Was macht die Kollektion tatsächlich so nachhaltig?

Laura: Es ist die erste Kollektion dieser Art und Größe, die komplett aus nachhaltigen Materialien gefertigt ist. Zum Beispiel Biobaumwolle, recycelte Baumwolle oder recyceltes Polyester – also alte PET-Flaschen im Vergleich. Alles erkennbar an diesem grünen Hangtag an der Kollektion.

Sara: Ihr bringt immer wieder neue Kollektionen auf den Markt. Wie passt das mit dem Thema Nachhaltigkeit zusammen?

Laura: Wir glauben, dass das eine das andere nicht ausschließt. Wir wollen auch in Zukunft Leuten, die Spaß an Mode haben, nachhaltige Alternativen bieten. Deswegen setzen wir zum Beispiel auf einen geschlossenen Textilkreislauf und haben uns für 2030 das Ziel gesetzt, ausschließlich nachhaltige Materialien für unsere Kollektion zu nutzen.

Sara: Stichwort „transparent“: Es ist immer wichtiger, gerade für Konsumenten, herauszufinden, woher das Produkt kommt, wie es produziert wird und vor allem, in welchen Materialien. Jetzt meine Frage: Wo kann man das bei euch nachlesen? Wo findet man all‘ diese Informationen?

Laura: Ich glaube, dass viele überrascht wären, wie transparent wir schon sind. Auf unserer Nachhaltigkeitsseite auf hm.com kann man alles einsehen: Unsere Zuliefererliste – zum Beispiel auch, wo wir in Deutschland und Europa produzieren – aber auch unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, in dem man alle Informationen findet – zu den Löhnen, zu den Materialien – alles online einsehbar.

Frauke

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